MdL Gunter Kaufmann (SPD): "Muttersprachlicher Unterricht ist eine staatliche Aufgabe"
Veröffentlicht am 20.04.2007 in Pressemitteilungen
Pressemitteilung vom 20. April 2007
Der Beirat Europa der SPD Baden-Württemberg war sich auf der jüngsten Sitzung in Stuttgart mit dem Berichterstatter der SPD-Landtagsfraktion, Gunter Kaufmann, darin einig, der muttersprachliche Unterricht darf weder organisatorisch noch inhaltlich dem Zufallsprinzip überlassen werden, sondern muss von Seiten des Staates sicher gestellt werden.
Die Beiratsvorsitzende und Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt unterstrich in diesem Zusammenhang den wichtigen Beitrag des muttersprachlichen Unterrichts für die Integration der Kinder aus Migrantenfamilien und auch für den Erwerb der deutschen Sprache. Evelyne Gebhardt: Es ist längst erwiesen, dass das Erlernen der Muttersprache auch beim Erwerb der deutschen Sprache sehr hilfreich ist.
Der muttersprachliche Unterricht muss nach Ansicht von Gunter Kaufmann zukünftig ein normales Unterrichtsfach werden, das auch Schülern ohen Migrationshintergrund offen steht geöffnet werden. Hierzu müssten die Lehrinhalte stärker mit dem Regelunterricht verzahnt werden. Damit stünde der Unterricht auch unter einer klaren staatlichen Verantwortung. Gerade durch den Boom bei den Ganztagsschulen ergäben sich mit diesem Sprachangebot auf freiwilliger Basis ganz neue Möglichkeiten für das Erlernen mehrerer Sprachen.
Gerade unter dem Aspekt des Zusammenwachsens Europas werde die Beherrschung mehrerer Sprachen für die berufliche Zukunft jedes Einzelnen immer wichtiger. Die europäischen Bildungsminister hätten daher bereits 1995 beschlossen, dass alle Schulabgänger drei Sprachen sprechen sollen. Die natürliche Mehrsprachigkeit der hier lebenden Migrantenkinder sei eine große Chance, dieses Ziel zu erreichen, so Gunter Kaufmann.
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