Pressemitteilung vom 26. März 2007
MdL Gunter Kaufmann (SPD) zu Gesprächen mit Bürgermeister Andreas Augustin in Durmersheim
Die Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs durch den Ausbau der L 608 (Malscher Straße) und die geplante Lärmschutzwand parallel zu den Bahngleisen waren die Hauptanliegen des Durmersheimer Bürgermeister Andreas Augustin bei einem Gespräch mit dem SPD-Landtagsabgeordneten für den Wahlkreis Rastatt/Murgtal, Gunter Kaufmann, dieser Tage im Rathaus der Hardtgemeinde. Dieser bereist getreu dem Motto, zu erfahren „wo vor Ort der Schuh drückt“, in regelmäßigen Abständen alle Kommunen seines Wahlkreises. Dabei möchte er nach eigenen Angaben mit den örtlichen Funktionsträgern kommunale Probleme erörtern und seine Hilfe dabei anbieten.
Dieses Angebot nahm Bürgermeister Andreas Augustin gerne auf und bat den Parlamentarier um Unterstützung bei geplanten verkehrlichen Maßnahmen in seiner Kommune. Hierzu gehöre vor allem der Umbau des schienengleichen Bahnübergangs in der Malscher Straße. Durch den deutlich gestiegenen Bahnverkehr und damit verbundenen häufigen Schrankenschließungen sei das Gewebegebiet östlich der Bahnschienen und die B36 neu zeitweise nicht erreichbar. Neben den ökonomischen Argumenten spreche auch der Aspekt der schnellen Notfallrettung durch Krankenwägen bei etwaigen Unfällen im Industriegebiet für eine schnelle Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs, warb Bürgermeister Andreas Augustin für die Maßnahme.
Weiterer Wunsch war die politische Unterstützung des SPD-Parlamentariers bei der Verbesserung des Lärmschutzes für die Anwohner der Bahntrasse. Gunter Kaufmann machte dabei deutlich, dass auch er die Bahn beim Lärmschutz in der Pflicht sieht und diese für einen angemessenen Lärmschutz für die Durmersheimer Bevölkerung zu sorgen habe. Bekanntlich plant die Deutsche Bahn im nächsten oder übernächsten Jahr auf etwa 3,5 Kilometern Länge der Ortslage einen Schallschutz in Höhe von zwei Metern zu errichten. Wenn es nach dem Willen von Bürgermeister Augustin gehe, solle in Gesprächen mit der Bahn erreicht werden, diese an einigen Stellen auch ggf. auf drei Meter zu erhöhen. Darüber hinaus finanziere die Bahn drei Viertel der Kosten für passiven Schallschutz, wie den Austausch von Fenstern und die Dämmung von Rolläden.
Als große Chance für die innerstädtische Entwicklung betrachtete Bürgermeister Augustin in dem Gespräch mit dem SPD-Parlamentarier die Fertigstellung der B 36-Ortsumfahrung. Neben deutlich niedrigeren Lärm- und Abgaswerten in der Innenstadt könne durch stadtplanerische Mittel die Lebensqualität des Stadtkerns weiter gestärkt werden. Er begrüße dabei, dass mit der für 01. Juli diesen Jahres vorgesehenen Rückstufung der B 36 auch die entsprechenden Möglichkeiten der Stadtverwaltung in die Hand gegeben werden. In dem Zusammenhang habe Durmersheim auch einen Antrag auf Aufnahme in das Landessanierungsprogramm gestellt. Gunter Kaufmann versprach, sich in Stuttgart für diese Aufnahme einzusetzen und ggf. entsprechende Gespräche in den Fachministerien zu führen.
Starkes Augenmerk lege der SPD-Parlamentarier, der auch Mitglied des Schulausschusses des Landtags ist, in seinen Gesprächen mit den Bürgermeistern nach eigenen Worten auf die Kinderbetreuung. Bürgermeister Augustin konnte ihm dabei berichten, dass Durmersheim gerade dabei sei, den Ort als familienfreundliche Gemeinde zu entwickeln und auch in die aufsuchende Jugendarbeit einsteige wolle.